Wilma
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angekommen bei ProRetriever e. V.
sucht ihr eigenes Zuhause.
Wilma
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angekommen bei ProRetriever e. V.
sucht ihr eigenes Zuhause.
Wilma befindet sich in 22… Kreis Stormarn auf einer Pflegestelle.
Wilmas Steckbrief vom 25.04.2026
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Kastriert: nein
Größe/Gewicht: noch im Wachstum, Stand 24.04: 11,1 kg
Verhalten gegenüber Erwachsenen und Kindern: Freundlich interessiert, Wilma braucht einen winzigen Augenblick, um warm zu werden mit fremden Menschen. Dann aber zugewandt und verspielt. Kinder findet sie spannend, bisher aber keinen engeren Kontakt gehabt.
Verhalten gegenüber anderen Hunden und Tieren: Im Grunde wie beim Menschen auch. Sie zeigt Interesse, ist von fremden Hunden aber im ersten Moment leicht beeindruckt, Das weicht aber schnell der Neugier. Katzen und Vögel werden aus der Distanz interessiert beobachtet.
Jagdliche Motivation: Aktuell wenig jagdliche Motivation zu erkennen. Das wird sich erst noch zeigen, Bewegungsreize sind natürlich schon spannend.
Unsicherheiten: In neuen Situationen, bei unbekannten Umweltreizen braucht Wilma altersgemäß ein bisschen Zeit, um sie einsortieren zu können. Unsicherheiten legen sich an der Seite ihres Menschen aber schnell und die Neugier siegt. Inzwischen sind die unsicheren Momente deutlich weniger geworden, weil Wilma immer mehr kennengelernt hat.
Treppen: Draußen läuft Wilma Treppen (5-6 Stufen). Mehr noch nicht getestet.
Autofahren: Problemlos. Natürlich muss sie noch ins Auto gehoben werden, aber sie fährt prima auf dem Rücksitz in einem Korb mit, zusätzlich mit Gurt gesichert. Die meiste Zeit verschläft sie.
Stubenrein: noch nicht, siehe Gesundheit. Kotabsatz fängt sie an zu melden und hält die Nacht gut durch.
Erziehung - Signale, laufen an der Leine, etc.: Aktuell lernt Wilma noch die Welt kennen. Das Sitz klappt schon recht ordentlich in verschiedenen Kontexten. Der Rückruf ist altersgemäß recht gut. Allerdings ist Wilma eine meinungsstabile Persönlichkeit und manches möchte sie „ausdiskutieren“ - deutlicher, als man es in dem Alter erwarten würde. Alles Weitere wird nach und nach aufgebaut.
Alleinsein - mit und ohne andere Hunde: Mit ihren Pflegebrüdern zusammen klappen bis zu 1 Stunde problemlos. Ganz alleine schafft sie 15-20 Minuten. Das ist aber altersgemäß.
Gesundheitszustand: Wilmas linke Niere ist verkümmert (Nierendysplasie) und hat lediglich ca. 30% der normalen Größe, sie hatte dort einen ektopischen Ureter (Harnleiterfehlbildung), der am 07.04. erfolgreich operiert wurde. Rechts: Die Niere sieht prima aus, dort ist alles gut.
Aktuell verliert Wilma nach wie vor unkontrolliert Urin - dies wird jetzt medikamentös eingestellt (monatliche Kosten aktuell ca. 70,- €). Leider ist auch ihre Harnröhre nicht optimal: inwieweit da noch eine OP auf sie zukommt, lässt sich erst beurteilen, wenn sie ausgewachsen ist.
Wunsch-Zuhause: Menschen, die Zeit & Lust haben, Wilma in ihr Leben zu begleiten und die wissen, dass sich ein Welpe nicht von allein erzieht. Die auch bereit sind, ein möglicherweise weiteres Tröpfeln in Kauf zu nehmen und eine eventuell weitere OP im Erwachsenenalter begleiten würden. Wilma zeigt sehr schöne Anlagen ein paar Aufgaben lösen zu wollen: retrievertypisch trägt sie gerne Dinge umher und hätte sicherlich Spaß an etwas Hundesport. Sie ist eine echte Persönlichkeit mit eigener Meinung zu vielen Dingen - darauf sollte man sich einlassen können und wollen! Zum jetzigen Zeitpunkt wird Wilma nicht zu kleinen Kindern (unter 10 Jahren) vermittelt.
Wilma, die kleine Pieschbüx
Am Wochenende ist uns diese kleine Hündin ins Pflegekörbchen gepurzelt. Süße 8 Wochen alt, fröhlich, neugierig, mutig und mit wunderbar mittlerem Temperament ausgestattet. Und wo Wilma auch entlanggeht, fliegen ihr die Herzen zu
.
So ein Hund im Tierschutz? Ja, denn Wilma hat ein Päckchen mitgebracht: Verdacht auf ektope Ureter, das heißt, aktuell tröpfelt sie, bzw. der Urin läuft unkontrolliert aus ihr heraus - auch im Schlaf. Häufige Bäder sind also gesetzt und eine Balance finden, zwischen Windeln tragen und Luft an alles lassen. Die Kleine macht das wunderbar mit und Keksen sei Dank, findet sie sogar in kleinen Schritten gefallen daran.
Das alles hat übrigens nichts mit dem Thema Stubenreinheit zu tun, sondern ist leider eine Missbildung, bei der einer oder beide Harnleiter nicht an der korrekten Stelle in die Harnblase münden. Das werden wir genau untersuchen lassen und Wilma hat am 27. März den großen Tag beim Spezialisten zu dem Thema.
Heute waren wir dann aber schon mal bei unsrem Haustierarzt, denn die erste Impfung stand an. Dabei haben wir bereits ein erstes Blutbild machen lassen, um die Organwerte zu überprüfen. Die sehen aktuell bei Wilma gut aus und das sorgte schon für ein bisschen Beruhigung.
Und zwischen all den Terminen und Sorgen ist glücklicherweise jede Menge Zeit für eine ganz normale Welpenzeit - denn Wilma weiß nicht, dass sie krank ist und lässt es sich einfach gut gehen
.
Wilma-Woche Nr. 1
Jetzt ist Wilma eine Woche bei uns und entwickelt sich prima. Ein lustiger, kleiner Hund mit jeder Menge Blödsinn im Kopf - so soll es in dem Alter sein! Und natürlich unbändiger Lust am Spielen und Ausprobieren.
Mit den richtigen Keksen hat sie flott begriffen, wie wir die Windel am Schnellsten und für alle am Bequemsten anziehen. Auf die können wir leider nicht ganz verzichten, denn gerade im Schlaf läuft der Urin unkontrolliert aus ihr heraus und diese Dauernässe ist für die Haut sehr schwierig. Vom Duft mal ganz abgesehen.
Wilma meint: manchmal sind Windeln überbewertet!
Auch das zweimal am Tag baden trägt Klein-Wilma mit Fassung. Aber da hilft es natürlich auch sehr, dass sie retrievertypisch verfressen ist
.
Der Wischmop-Tango vom Pflegefrauchen wird übrigens gerne mal unterbrochen - es gibt Wichtigeres als Wischen. Zumindest für Wilma
.
Ansonsten entdecken wir gemeinsam die Welt, lassen es uns gut gehen und warten tapfer auf unseren Termin beim Spezialisten …
Ein wichtiger Tag …
Ein feiner Ausflug für Wilma und für uns ganz schön aufregend: Heute stand also die große Untersuchung in der Tierklinik Norderstedt für Wilma auf dem Programm.
Die Autofahrt hat Wilma souverän gemeistert und die meiste Zeit geschlafen. Überhaupt war sie ein absoluter Vorzeigehund. Ohne Scheu ist sie durch die automatischen Glastüren gelaufen und war zauberhaft geduldig im Wartezimmer:
Dann der große Moment der Untersuchung und die Ergebnisse. Wilmas linke Niere ist verkümmert, und hat lediglich ca. 30% der normalen Größe, dort ist auch der ektopische Ureter (Harnleiterfehlbildung). Rechts: Die Niere sieht prima aus, dort ist alles gut. Der nächste wichtige Tag für Wilma folgt dann direkt nach Ostern, dann hat sie ihren OP-Termin: Mit ein bisschen Glück ist sie danach nicht mehr inkontinent. Wenn es nicht so gut läuft, wird sie möglicherweise weiterhin etwas tröpfeln, aber sie wird ein ganz normales Leben führen können!
Die Zeit vergeht im Flug …
Mit einem kleinen Wirbelwind im Haus rennt die Zeit einfach und wir haben die letzten 10 Tage genutzt, um viele neue Dinge kennenzulernen. Den Ausflug an die Ostsee hat Klein-Wilma wie eine ganz Große mitgemacht.
Aber auch das ganz alltägliche Leben hatte genug Raum:
Und zack, ist morgen schon Wilmas Tag der OP. Wir sind hier hier durchaus etwas aufgeregt und Wilmas Köfferchen für den Aufenthalt ist schon gepackt. Am Dienstag Nachmittag geht es in die Klinik und am Mittwoch dürfen wir sie dann wieder abholen …
Die Zeit der Heilung
Erst ein bisschen Wartezimmer-Romantik und dann wurde es ernst für Wilma. Die herbeigesehnte OP am Dienstag.
Die Operation ist gut und nach Plan verlaufen und auch der gestrige Kontroll-Ultraschall war absolut in Ordnung, so dass wir Wilma gestern Nachmittag aus der Klinik abholen durften.
Warum wir jetzt erst schreiben? Weil Wilmas „Systeme“ natürlich nicht direkt so arbeiten, wie wir für die Zukunft hoffen, sondern sich jetzt erst einmal alles einspielen, verheilen und geübt werden muss. Während der OP gab es natürlich Infusionen und die wollten gestern dann mit Macht wieder den kleinen Körper verlassen. Pippi-Alarm und -Auslauf im Minutentakt und neben
blieb da einfach keine Zeit
.
Das mit dem Kragen findet Wilma eher so semi - aber sie schlägt sich tapfer. Sie ruhiger zu halten, ist da schon etwas schwieriger
. Ruhiger ist es für uns allerdings eher noch nicht geworden
: Wilma muss immer noch sehr viel und oft, aber wir haben deutlich den Eindruck, dass es gezielter ist, sie häufiger und mehr Urin im Garten absetzt, als bisher. Es macht sich also vorsichtiger Optimismus breit, dass auch das Tröpfeln deutlich besser werden wird. Aber dafür braucht es Zeit und natürlich das Heilen der Wunde. Ein abschließender Ultraschall, ob alles gut verheilt ist, wird dann in 2-3 Wochen anstehen. Wir bleiben also weiter optimistisch!
Wer ist Wilma?
Neben all dem, was sich um Wilmas Krankheit dreht, ist natürlich die Frage: Wer ist Wilma eigentlich? Natürlich ist sie zuckersüß, aber sie hat es auch faustdick hinter den kuscheligen Flauschohren!
Für ihr zartes Alter ist sie erstaunlich meinungsstabil und der Dickkopf blitzt immer öfter hervor. Da helfen dann auch kein Locken, keine Kekse oder Kaspereien. Sie diskutiert durchaus gerne
.
Was sich jetzt schon abzeichnet: sie ist ein waschechtes Retriever-Girl, die Lust hat, ein paar Aufgaben gestellt zu bekommen. Sie trägt gerne und das nutzen wir gerade, um sie zwischendurch sinnvoll zu beschäftigen. Ansonsten kommt Wilma nämlich durchaus auf eigenwillige Ideen. Denn der Retriever sorgt natürlich auch dafür, dass alles, wirklich alles gerne von ihr gefressen werden würde. Wieder so ein Diskussionspunkt
.
Mit der richtigen Anleitung, wird Wilma aber eine tolle Begleiterin. Allerdings nicht von alleine, die richtigen Menschen braucht sie schon an ihrer Seite.
Zuckersüß ist sie natürlich trotz aller Flausen im Köpfchen - wenn sie in die Ruhe begleitet wird
.
Und ganz ohne gesundheitliches Update geht es natürlich trotzdem nicht: Wilmas OP-Wunde verheilt sehr schön. Den Leckschutz können wir langsam wieder weglassen, die Windeln leider noch nicht. Nach der OP kann es einige Wochen dauern, bis man abschließend sagen kann, ob die Inkontinenz wirklich nachlässt. Sie uriniert gezielter und öfter im Garten, allerdings in Ruhephasen läuft sie aktuell noch sehr aus und beim Laufen verliert sie Tröpfchen. Inwieweit sich das geben wird, kann nur die Zeit zeigen. Das sollte Interessenten bewusst sein. Einen weiteren Kontrolltermin wird es in gut einer Woche geben - der wird aber nur zeigen, ob die Verlegung des Harnleiters gut verheilt ist.
Gestern war also die Nachuntersuchung bei Wilma. Es ist alles gut verheilt, die Operation kann als erfolgreich betrachtet werden. Aber: leider verliert Wilma nach wie vor unkontrolliert Urin in nicht kleinen Mengen. Gerade in den Ruhephasen, läuft es so aus ihr heraus. Das wird jetzt medikamentös eingestellt (Propalin-Sirup), damit die Zeiten der Windeln endlich vorbei sind. Die Wichtigkeit daran, hat durchaus einen medizinischen Hintergrund. Wenn der hintere Bereich ständig feucht/nass ist, bilden sich sehr schnell viele Bakterien, die dann durch die Harnröhre nach oben in Richtung Blase und Niere wandern würden und dort Entzündungen hervorrufen.
Seit gestern bekommt Wilma also ihren Sirup und schon in der Nacht zeigte sich, dass die Windel nicht mehr ganz so nass wird. Heute Vormittag konnten wir bereits feststellen, dass sich die Menge des Tröpfelns reduziert - jetzt heißt es weiterhin Geduld haben und dann: Tschüss, ihr ollen Windeln!
Und ansonsten? Wilma findet Besuch ganz schön toll und zeigt dabei dann auch ihr schönstes Sitz. Besonders, wenn es alle machen. Ok, sie ist als erste wieder abgedampft, aber wir üben ja auch noch
!
Autofahren macht sie vorbildlich mit als ruhige Beifahrerin, die die meiste Zeit verschläft.
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Und sie kommt im Haus toll zur Ruhe - meistens sogar in ihrem Körbchen. Für einen 14 Wochen alten Hund nicht selbstverständlich.
Statt vieler Worte bringt Wilma heute ein Filmchen von der kleinen Auszeit an der Ostsee
mit:
Bis bald sagt Wilma: „dann bin ich bestimmt schon höher als der Poller“!
PS: aktueller gesundheitlicher Stand - wir haben dann mal Windeln in einer Nummer größer besorgt
. So richtig geht es leider gerade nicht weiter voran, was die Inkontinenz angeht. Sehr wahrscheinlich müssen wir jetzt die Dosis des Propalin Sirups nochmal anpassen. Aber noch sind die 14 Tage nicht um …