angekommen bei ProRetriever e. V., bleibt bis zum Horizont.
Mit dem Projekt „bis zum Horizont“ ermöglichen wir alten und/oder kranken Hunden, die nicht mehr vermittelt werden können, einen geborgenen, fürsorglichen Platz, bis ihre Zeit gekommen ist.
Die Aufnahme dieser oft sehr kranken Hunde ist für den Verein ProRetriever e.V. sehr kostenintensiv. Wenn Sie unser Projekt unterstützen möchten, damit wir diesen Hunden ein liebevolles Zuhause, eine letzte Heimat geben können, freuen wir uns über jeden gespendeten Euro.
Am vergangenen Wochenende hat eine bezaubernde Hundeomi den Weg zu ProRetriever e.V. gefunden: Emma ist fast 14 Jahre alt und hat leider ein sehr trauriges Schicksal ereilt.
Ihr Herrchen ist sehr schwer erkrankt und konnte sich nicht mehr um Emma kümmern. Emma war in den vergangenen Wochen in einer Hundepension untergebracht, aber es wurde klar, dass das Herrchen Emma nicht mehr abholen kann. Und so wurde ganz dringend ein Plätzchen für die liebe Hundeomi gesucht.
Ihr Alter merkt man Emma schon deutlich an. Sie hat ziemliches Übergewicht, ist inkontinent und hört praktisch nichts mehr. Einige auffällige Knubbel sind über ihren Körper verstreut, sie hat mehrere Lidrandtumore und das Gebiss hat auch ziemlich gelitten.
Aber ihre Lebensfreude ist nach wie vor sehr groß!
Angekommen in ihrem Pflegekörbchen hat sie sich erst mal ausgiebig im Garten gewälzt. Mit den andere Hunden kam sie sofort super zurecht und war direkt mittendrin.
Sie hat sich sehr schnell und unkompliziert hier eingefügt. Aktuell hat Emma starkes Übergewicht, das sie auch in ihrer Bewegung einschränkt. Den Kilos haben wir natürlich den Kampf angesagt. Aber natürlich hat die Hundeomi auch Arthrosen, die sie plagen und die wir mit Schmerzmittel und Physio etwas zu lindern versuchen. Tapfer läuft sie mit unserem 15 jährigen Rüden gemeinsam die kleinen Runden. Wird es ihr zuviel, legt Emma sich einfach hin und macht Pause.
Emma hört leider so gut wie nichts mehr. Bei sehr hohen Frequenzen reagiert sie manchmal, ansonsten verständigen wir uns vor allem mittels Handzeichen. Das klappt wirklich gut. Gegen ihre Inkontinenz bekommt Emma Tabletten.
Morgen gehts für Emma zum Tierarzt. Dort werden wir ihr Geschwulst am Rücken und vor allem die Zähne mal genauer unter die Lupe nehmen.
Bis dahin schlummert sie noch entspannt auf dem Lieblingsplatz.
Eigentlich wollten wir vor allem ihre Zähne und ein paar auffällige Knubbel überprüfen lassen, sowie die Schmerzmedikation checken, um sie gegebenenfalls neu einzustellen.
Den Ausflug hat Emma sich ein bisschen anders vorgestellt…
Dann hat sie sich aber doch bereitwillig durchchecken lassen.
Die Zähne waren tatsächlich nicht so schlimm wie befürchtet, die Knubbel jedoch ließen nichts Gutes vermuten. Das Herz machte beim Abhören einen sehr guten Eindruck, die Lunge leider nicht. Daher haben wir beschlossen, ein Röntgenbild von der Lunge machen zu lassen. Und leider hat sich da bestätigt, was wir irgendwie schon vermutet hatten:
Emma hat Metastasen in der Lunge
Jetzt heißt es, Aufstehen, Krone richten und genießen!
Die beste Zeit ist jetzt und genau die werden wir jetzt bestmöglich gestalten.
Wir haben Emmas Medikation etwas umgestellt, zum einen die Schmerzmittel etwas erhöht, sowie das Inkontinenz-Medikament gewechselt. Das alte Medikament belastet die Lunge zu sehr, daher schleichen wir es sukzessive aus und geben ein neues.
An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön für die vielen Spenden, die für Emma eingegangen sind. Wir werden alles dafür tun, dass Emma den besten Lebensabend haben wird.
Trotz allem ist Emma so ein fröhliches, liebes Wesen, das uns unheimlich viel Freude bereitet und uns sehr berührt.
Natürlich gab es gleich ein feines Kaninchenohr für unsere Emma (und die Crew hat natürlich auch ein bisschen was abbekommen).
Liebe Sabine @SabineMaMiWi, von Danke für das Paket, die vielen Leckereien und die tollen Futterzusätze für Emma. Wir und vor allem unser Schützling haben uns riesig gefreut.
Die Umstellung auf das neue Medikament verträgt Emma bislang sehr gut und durch die neue Schmerzmitteldosis wird Emma von Tag zu Tag mobiler und aktiver.
Auf ihre täglichen kleinen Hunderunden freut Emma sich immer riesig. Da Emma doch recht starke Arthrosen hat, versuchen wir möglichst mehrere, kleine Runden täglich zu machen, damit wir sie einerseits nicht überfordern, anderseits heißt es ja: Wer rastet, der rostet.
Meist wird sie dabei von unserem fast fünfzehnjährigen Henry begleitet. Die Seniorenrunde sozusagen.
Das sieht dann meist so aus:
Emma stiefelt vorne weg, Henry trödelt hinterher.
Da Emma immer wieder von der Osteoarthrose geplagt war und wir mit den normalen Schmerzmitteln bereits am oberen Limit waren, haben wir ihr Anfang der Woche erstmalig Librela spritzen lassen. Seitdem ist sie deutlich aktiver und mobiler geworden und sie wirkt gelöster.
Ein großes Dankeschön an all die Spender, die Emma ein schmerzfreies Leben bei uns ermöglichen
Aufgrund der Arthrose in den Zehengelenken lässt sie sich nicht gerne an den Pfoten anfassen. Entsprechend doof fand sie es, als wir ihr die Pfoten ausschneiden, reinigen, desinfizieren, mit Salbe behandeln und schliesslich mit Pfotenverband einpacken musste. Mit einer Tube Leberwurst vorne bewaffnet, durfte ich aber dann schliesslich die ganze Prozedur an der Hinterpfote durchführen. Leider muss sie auch einen Kragen tragen, wenn wir sie nicht dauernd im Blick haben, denn Emma findet den Verband höchst überflüssig.
Seit heute sieht es schon deutlich besser aus und auf den Verband können wir vorerst wieder verzichten.
Bei den Halskragen haben wir verschiedene getestet, sie findet alle doof, auch die gepolsterten. Am ehesten kann sie sich mit dem Modell Autoreifen anfreunden, das dient wenigstens auch als Kopfkissenersatz.
Eine weitere Woche ist ins Land gegangen und Emma geht es prima.
Die Pfotenentzündung ist Gottseidank schnell verheilt und der Kragen endlich wieder ab.
Emma wird gefühlt immer flotter und agiler, die regelmäßigen Physiotherapie Übungen scheinen ihr gut zu helfen.
Hier ein kleines Video der letzten Tage von Emmas Ausflügen in den Wald:
Natürlich werden wir heute noch eine schöne große Hundetorte servieren und unsere Seniorin nach Strich und Faden verwöhnen
Vor wenigen Tagen hat sie die zweite Librela Injektion bekommen und Emma geht es damit so viel besser. Sie ist aktiv, mobil und hat soviel Lebensfreude hinzugewonnen.
Wir freuen uns über jeden gemeinsamen Tag und hoffen, es werden noch viele weitere folgen.
Inzwischen hat sie ihre zweite Librela Injektion erhalten - und diese bekommt ihr wirklich gut. Zweieinhalb Kilo hat sie ebenfalls verloren, auch das fördert ihre Mobilität sehr. Fröhlich rennt Emma mit ihren Freunden durch den Wald und wir haben den Eindruck, sie ist eine glückliche und zufriedene Hunde-Omi.
Regelmäßig bekommt sie detonisierende Massagen, denn der Rücken zwickt trotz der Schmerzmittel die sie bekommt, immer wieder mal. Ihre Gelenke bewegen wir fast täglich durch, so dass ihr aktueller Status so lange wie möglich erhalten bleibt.
Ihren Platz hat sie in unserer Hundegruppe definitiv gefunden
Ein kleiner Video-Zusammenschnitt vom letzten Wochenende:
Emma war in der vergangenen Woche mal wieder Gast beim Tierarzt.
Diesmal leider nicht um ihre monatliche Schmerzspritze abzuholen. Sie hat sich leider ein Atherom aufgebissen.
Wir hatten Glück im Unglück - mit Antibiose, viel Desinfizieren und Salben sollte alles bald wieder gut sein. Leider heißt das auch wieder: Kragen für Emma. Das findet sie natürlich nicht so Bombe.
In diesem Zuge wurde auch festgestellt, dass Emma an Sebadentitis leidet, einer seltenen Hauterkrankung , bei der es zur Entzündung und Zerstörung der Talgdrüsen kommt.
Trotz allem ist Emma aber sehr gut drauf.
Sie genießt die täglichen Runden an der Seite ihres Seniorenfreundes.
Das aufgebissene Atherom hat leider ziemlich lange gebraucht, bis es tatsächlich ausgeheilt war. Dafür ist jetzt alles wieder schick und Emma geht es wieder richtig gut.
In der Hundegruppe fühlt Emma sich wohl und alle haben sich wunderbar miteinander arrangiert - es ist ein absolut harmonisches Zusammenleben.
Der Sessel ist hier heiß begehrt bei meinen Hunden - und dass Emma ihn nun auch zu schätzen weiss, freut mich ganz besonders. Sie ist wirklich richtig angekommen.
Die nächsten Tage soll es ziemlich heiß werden, da werden wir es langsam angehen lassen.
Das erste Mal waren wir mit fünf Hunden unterwegs und wir waren gespannt, wie Emma das Leben auf dem recht begrenzten Raum meistern wird. Und natürlich auch, wie wir mit fünf Hunden auf Reisen zurecht kommen werden. Aber - Emma hat alles so selbstverständlich mitgemacht, dass wir nur staunen konnten.
Ein heißes und daher sehr ruhiges Wochenende liegt hinter Emma.
Obwohl sie die Hitze erstaunlich gut wegsteckt, schonen wir das alte Mädchen natürlich.
Ein leckeres, selbstgemachtes Hundeeis aus Wildbrühe war das Highlight.
Vorfreude ist die schönste Freude:
Und… lecker….
Ein Tierarztbesuch stand außerdem in der vergangenen Woche auf dem Programm. Emma bekam ihre Dosis Librela und wir haben Nachschub ihrer Medikamente geholt. Der Tierarzt war sehr zufrieden mit unserer Seniorin. Sie hat ordentlich abgespeckt und wiegt nun 27,4 kg. Man merkt deutlich, dass die Reduzierung ihres Gewichts ihr viel Mobilität zurückgebracht hat. Das offene Artherom ist gut verheilt und auch ihre angegriffene Lunge hat sich nicht verschlechtert.
Emma geht es gut - die vergangene Woche mit einer Spitzentemperatur von 38,5 Grad hier hat sie verhältnismäßig gut weggesteckt. Dennoch ist Emma froh, dass es wieder deutlich kühler ist… auf dem Sofa kuschelt es sich bei diesen Temperaturen doch sehr viel besser…
Aktuell merkt man schon ein wenig, dass Emmas Lunge belastet ist. Daher verbringen wir unsere Zeit bei so warmen Temperaturen gerne drinnen, chillen auf dem Sofa und machen nur kleine Runden im Rentner-Tempo (mit dem Rentner-Kollegen Henry, 15 Jahre). Das sieht dann so aus:
Morgen geht es wieder zum Tierarzt zur Librela Auffrischung.
Fazit: zwischen all den Büschen und Bäumen hat sie wohl einen kleinen Zaubertrank entdeckt. Waren die Gassirunden anfänglich von Liegepausen geprägt, so kann sie inzwischen richtig Gas geben.
Daher heute mal von Herzen DANKE an alle, die für Emma gespendet haben und ihr so ein schmerzfreies Leben ermöglichen. Unsere Omi scheint noch viel vor zu haben, bei dem Tempo