Minou
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angekommen bei ProRetriever e. V.
sucht ihr eigenes Zuhause.
Minou
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angekommen bei ProRetriever e. V.
sucht ihr eigenes Zuhause.
Minou befindet sich in 19… Landkreis Ludwigslust-Parchim auf einer Pflegestelle.
Minous Steckbrief vom 15.06.2026
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Kastriert: nein
Größe/ Gewicht: 26 kg
Verhalten gegenüber Erwachsenen und Kindern: stets sehr freundlich, dabei unaufdringlich, aber möchte schon Aufmerksamkeit erhalten
Verhalten gegenüber anderen Hunden und Tieren: mit der Hündin der Pflegestelle klappt es gut, Kühe und Pferde werden angebellt
Jagdliche Motivation: keine erkennbar
Unsicherheiten: im Haushalt weicht sie unbekannten Sachen (z.B. Staubsauger) aus, aber sie erschrickt nicht sonderlich bei lauten Geräuschen und zeigt kaum Unsicherheiten
Treppen: kein Problem
Autofahren: sie liegt still im Auto
Stubenreinheit: ja
Erziehung - Signale, laufen an der Leine, etc: Minou möchte gefallen und tut dafür alles, sie hat Lust was zu lernen; an der Leine zieht sie manchmal ein klein wenig, aber ist vor allem mit Schnüffeln beschäftigt
Alleine - mit und ohne andere Hunde: klappt gut; sie legt sich hin
Gesundheitszustand: augenscheinlich gesund, etwas Zahnstein
Wunsch- Zuhause: Menschen mit Geduld und Lust, mit Minou zu „arbeiten“ und auf lange Spaziergänge zu gehen. Sie ist sehr motiviert und möchte gefallen und alles lernen.
Enilu: Nun ist Minou fast eine Woche bei uns. Anfangs waren wir uns ehrlich gesagt nicht ganz sicher, ob das Zusammenleben mit unserer Hündin problemlos funktionieren würde. Minous große Freude und ihre überschwängliche Art waren unserer Hündin zunächst etwas zu viel. Da sie im Alter etwas eigen geworden ist, kam es zwischen den beiden leider zweimal zu einer ernsthaften Auseinandersetzung. Glücklicherweise haben sie sich inzwischen deutlich besser aufeinander eingestellt, und das Zusammenleben wird von Tag zu Tag entspannter.
Einen kleinen Zahn mussten wir Minou allerdings noch ziehen. Anfangs habe ich sie in bester Absicht nach Strich und Faden verwöhnt, sie gebürstet und ihr sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Das hat sie natürlich ausgiebig genossen und war bald überzeugt, sie sei die „Prinzessin auf der Erbse“. Inzwischen lerne ich, ihr nicht die volle Aufmerksamkeit zu schenken, obwohl sie sich sooo sehr ins Zeug legt.
Wir freuen uns auf die Zeit mit Minou und werden regelmäßig berichten. Aber hier könnt ihr schon mal sehen, wie hübsch sie ist
.
Minou: Der erste Tage war großartig! Mein Pflegefrauchen kümmerte sich vorbildlich um mich: Bürsten, Kuscheln, Aufmerksamkeit – genau so stelle ich mir ein angemessenes Leben vor. Meiner Pflegeschwester war das wohl ein Dorn im Auge und viel schlimmer, sie wollte nicht mit mir spielen.
Schnell wurde mir klar, dass es wenig Sinn hat, solche Dinge auszudiskutieren. Also habe ich beschlossen, die Klügere zu sein und ein nachzugeben. Seitdem bin ich etwas vorsichtiger im Umgang mit ihr – und siehe da: Das Zusammenleben klappt inzwischen schon viel besser.
Und Pflegefrauchen habe ich auch bald wieder komplett um meine Pfoten gewickelt.
Enilu: Ehrlich gesagt passiert hier im Moment nicht so viel. Wir versuchen, dass Minou zur Ruhe und weiter gut ankommt. Über solche Momente, wo unsere beiden Hündinnen nebeneinander liegen, freuen wir uns. Minou möchte zwar mehr, aber wir wollen es langsam angehen. Im Moment neigt sie dazu, alles und jeden erstmal anzubellen. An der Leine klappt es insgesamt ganz gut, aber sie versucht auch mal
vorzupreschen. Minou schafft es gut, am Gartenzaun zu warten, aber sie ist so clever und hat es sogar schon geschafft, die Pforte in ihre Richtung aufzumachen. ![]()
Minou: Lasst mich durch, ich bin jung und stark. Ich möchte nicht nur dabei, sondern mittendrin sein. Hier sind ja alle so langweilig. Spielen und toben möchte niemand mit mir, aber wir gehen schön spazieren; dabei schaue ich gerne zu meinem Pflegefrauchen, aber manchmal ist sie mir nicht schnell genug und ich muss sie bissl ziehen. In den Gemüsegarten darf ich nicht, da muss ich warten, bis mein Pflegefrauchen wieder kommt, aber wie ihr seht, hat sie ja noch Zeit Fotos von mir zu machen. Wahrscheinlich ist sie total stolz auf mich. ![]()
Enilu: Es klappt richtig gut mit Minou. Auf unserem Spaziergang heute früh hat jemand mit dem Auto angehalten und Minou hat ganz geduldig gewartet bis wir Zweibeiner mit unserem Plausch fertig waren. Weder die Person noch die Kühe angebellt. Das ist ein toller Fortschritt.
Beim Futter hat Minou bisher alles gerne gefressen und es gibt überhaupt kein Fressneid. Total entspannt.
Minou: Ich muss mich hier echt in Geduld üben. Pflegefrauchen braucht so lange bis sie das wenige Feuchtfutter morgens irgendwo auchraufgeschmiert hat. Mein süßes Schauen, Platz, Sitz scheint sie dabei nicht zu beeindrucken.
Und dass die Menschen immer so lange erzählen müssen… Ich würde in der Zeit viel lieber die Morgenzeitung lesen.
Enilu: Mit Minou wird es zu Hause immer entspannter, vor allem mit unserer Hündin, was uns so freut. ![]()
Einen Morgen sind wir für einen kleinen Spaziergang mal woanders hingefahren. Im Auto hat Minou sich (etwas verängstigt) abgelegt, insgesamt war aber alles gut im Auto.
Die neue Umgebung und die anderen Hunde fand Minou allerdings so aufregend, dass ich keine Fotos machen konnte, sondern sie dann abhalten musste, jeden zu begrüßen. Das Treppensteigen haben wir dann auch getestet; das hat super geklappt.
Minou: Als ich dann ins Auto steigen sollte, hatte ich schon bissl Angst. Pflegefrauchen hat ja nicht verraten, wohin wir fahren. Aber als wir da waren, war ich ganz schön aufgeregt. Alles roch so gut und da waren auch einize andere Hunde, denen ich nicht Hallo sagen durfte. Auch mein Bellen hat Pflegefrauchen dann nicht überzeugt.
Morgen soll ich zu einem Tierarzt, hoffentlich ist der freundlich, von jedem lasse ich mich ja nicht gleich anfassen. Drückt mir die Daumen, dass es dort Leckerlis gibt!
Minou: Ich wiege 26 kg und bin scheinträchtig. Für solche Informationen musste mein Pflegefrauchen mich also zum Tierarzt schleppen. Das war mir ja alles zu aufregend. Doch ich hab schnell begriffen, dass ich mit Pöbeln da auch nicht rauskomme, also habe ich mich lieb hingelegt.
Enilu: zugegeben das war ziemlich aufregend. Minou war anfangs ganz schön ängstlich, hat sich aber schnell sortiert und alles beobachtet.
Bis auf die ja vorübergehende Scheinträchtigkeit hat Minou einen guten Eindruck hinterlassen. Ganz lieb und süß.
Enilu: von der Kategorie: „Habe ich mir größer vorgestellt.“ Aber hatte in einer Flohmarktrunde für Hunde zugesagt, den Pool zu nehmen.
Minou: Pflegefrauchen hat heute einen großen Trinkwassernapf mitgebracht, aber immerhin passen zum Abkühlen auch meine Beine rein, mehr vielleicht nicht. Aber ich muss zugeben, das Ding ist wirklich erfrischend. Ich laufe immer wieder mal durch und bald wollen wir zum See. Pflegefrauchen ist schon ganz gespannt, ob ich da reinhüpfe.
Minou: Mittlerweile weiß ich, dass mich das Auto zu wunderbaren Orten bringt. Pflegefrauchen möchte mich eigentlich in den Kofferraum heben, aber ich bin schneller und springe mit meiner Pflegeschwester schon schnell ins Auto. Heute waren wir im Wald, es war so herrlich und schön kühl. Pflegefrauchen hat versprochen, bald nochmal hinzufahren, wenn sie lange Sachen anhat, sie wurde nämlich fast von Bremsen aufgefressen und hatte Angst, dass wir alle Zecken haben könnten, wenn wir so lange spazieren. Nach dem Spaziergang wird mein Fell immer gebürstet, gekämmt, gestriegelt, frisiert,… und ich habe mittlerweile das schönste Fell, was ihr euch vorstellen könnt. Pflegefrauchen behauptet ja, es sei ihr zu verdanken. Aber wer muss das Futter hin und wieder mit dem Öl fressen? Ja ich! Bin ja zum Glück nicht wählerisch und das bürsten gefällt mir ehrlich gesagt ziemlich gut.
Minou: Heute früh sind wir endlich zum See gefahren, um der Hitzewelle zu trotzen. Das war sooo schön! Ich bin einmal mit richtig Karacho in den See gerannt – mein Pflegefrauchen fand das total witzig und wollte am liebsten noch weiter mit mir schwimmen. Aber das war mir dann doch ein bisschen zu aufregend.
Dann kamen zwei Kinder. Ich habe sie einmal mit einem zarten Wuff gewarnt, mir bitte nicht zu nahe zu kommen. Aber die beiden wollten einfach nicht aufhören. Sie haben mich immer wieder mit Wasser angespritzt, wollten mich streicheln, umarmen und sind mir ständig hinterhergelaufen. Meine Pflegeeltern mussten schließlich schon etwas deutlicher werden, weil die Kinder einfach nicht von mir abließen.
Irgendwann haben sie mich dann zum Glück gerettet. Meine Pflegeschwester und ich waren nämlich inzwischen auch fix und fertig und brauchten dringend eine Pause. Auf den kalten Fliesen lässt es sich dann doch auch gut aushalten.
Enilu: Minou ist zwar freundlich gegenüber Fremden, aber lässt nicht gleich jede Streicheleinheit zu und tritt dann eher den Rückzug an, wenn es ihr - wie bei den renitenten Kindern - zu aufdringlich wird.
Minou: Also, diese Woche war vielleicht was los!
Zuerst waren wir nochmal am See. Kaum wollten wir los, entschied die fünfjährige Enkelin der Nachbarn plötzlich, dass sie unbedingt mitkommen muss. Ich dachte schon: Na toll….. Aber siehe da – sie hat mich die ganze Zeit kaum beachtet. Herrlich! So konnte ich ganz in Ruhe schnüffeln und meinen wichtigen Hundegeschäften nachgehen.
Dann hatte Frauchen eine ganz seltsame Idee. Sie wollte in eine Schule, um etwas über Hunde zu lernen. Ähm… sie hat doch mich! Aber gut, ich musste natürlich mit.
Dort angekommen waren noch sieben andere Menschen mit derselben Idee – und die hatten auch alle ihre Hunde dabei. Dann zog auch noch ein Gewitter auf. Ratet mal, wo wir gelandet sind? Mit sieben fremden Hunden in einem winzig kleinen Zelt! Ich sag’s mal so: Das war nicht mein persönliches Wellnessprogramm. Ich habe mich tapfer geschlagen, aber so richtig wohl war mir dabei nicht.
Ganz ehrlich? Ich mag es nämlich viel lieber zu Hause. Ein bisschen flitzen, gemütlich gekrault werden oder einfach mit Pflegefrauchen abhängen. Sogar ihre neuen, etwas verrückten Übungen gefallen mir inzwischen besser. Am Anfang dachte ich nämlich wirklich, sie hätte den Verstand verloren. Ständig lief sie nach links, dann nach rechts, drehte um, blieb stehen, ging wieder los… und wir kamen kein Stück vorwärts! Menschen sind manchmal wirklich schwer zu verstehen.
Aber ich habe beschlossen, das Spiel einfach mitzuspielen. Ich beobachte Pflegefrauchen jetzt ganz genau. Irgendwann bin ich so schnell, dass ich schon weiß, was sie vorhat, bevor sie selbst darauf kommt.
Enilu: Die Schonfrist für Minou ist offiziell vorbei.
Ab jetzt heißt es: Hundeschule, Leinenführigkeit und ein bisschen Feinschliff im Hunde-1x1.
Eigentlich ist Minou ein entspannter Hund. Autos? Kein Problem. Radfahrer? Interessieren sie nicht. Aber bei Hundebegegnungen schlägt ihr kleines Hundeherz noch etwas schneller. Genau das wollen wir jetzt gemeinsam üben.
Also ging es diese Woche in die Hundeschule. Dummerweise hatte nicht nur ich diese Idee – sieben weitere Mensch-Hund-Teams waren ebenfalls da. Wegen eines Gewitters saßen wir schließlich alle zusammen in einem kleinen Zelt. Für Minou war das eher ungemütlich. Entsprechend kommentierte sie die Situation mit Fiepen, Bellen, Knurren und dem gelegentlichen Blick, der eindeutig sagte: „Frauchen, das war deine Idee!“
Trotzdem bin ich ganz entspannt. Minou ist unglaublich lernfreudig und versteht neue Dinge erstaunlich schnell. Das zeigt sich auch beim Training an der Leine. Anfangs dachte sie wohl, sie müsste mich von A nach B ziehen. Inzwischen merkt sie immer öfter, dass wir beide deutlich angenehmer ans Ziel kommen, wenn wir gemeinsam laufen. Sitz klappt sehr verlässlich und auch Platz kann sie schon; jedenfalls mit einer Belohnung.
Ich bin sicher, dass sie auch die Hundebegegnungen bald souverän meistern wird.
Fotos gibt es von den Situationen leider keine – ich hatte alle Hände voll damit zu tun, meinen kleinen Streber auf vier Pfoten davon zu überzeugen, dass acht Hunde auf engem Raum kein Weltuntergang sind.
Ach und auf dem Foto wo‘s geschneit hat… der Schnee kam selbstverständlich von oben. ![]()